Erfolgreiche Nachwuchs-Forscher …


aus Singen überzeugen in Tuttlingen und Ingolstadt

Tuttlingen/Singen – Beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht Donau-Hegau am 6. und 7. März 2026 in Tuttlingen haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Schülerforschungszentrums Singen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit kreativen Ideen, technischem Geschick und viel Eigeninitiative erzielten sie mehrere Preise und Sonderauszeichnungen.

Besonders erfolgreich war Sophia Jäger (18, Hohentwiel-Gewerbeschule Singen), die mit ihrem innovativen Lernsystem für Klarinette den Regionalsieg im Fachgebiet Technik errang. Ihr System arbeitet mit vibrierenden Ringen, die anzeigen, welche Finger eingesetzt werden müssen – eine bewusst gewählte Alternative zu optischen Signalen.

„Bei Leuchtdioden müsste man ständig auf die Finger schauen – das ist beim Klarinettenspiel nicht sinnvoll“, erklärt die Preisträgerin. Aktuell arbeitet sie intensiv an der Weiterentwicklung ihres Projekts für den Landeswettbewerb in Aalen.

Einen 3. Platz im Fachgebiet Technik erreichte Sven Brundiers (18, HGS) mit seinem Schienenreinigungszug für Modelleisenbahnen. Dieser saugt zunächst Staub ab und reinigt die Schienen anschließend mit Isopropanol. Zentrale Bauteile fertigte er selbst mithilfe eines 3D-Druckers.

Auch im Juniorbereich überzeugten mehrere junge Talente: Thalia Stoppel (11, Hegau-Gymnasium) erhielt einen 3. Platz im Bereich Arbeitswelt für ein automatisiertes Parkhaussystem inklusive selbstfahrendem Fahrzeug. Mia Berger (11, GMS Eigeltingen) wurde ebenfalls mit einem 3. Platz im Fachgebiet Technik ausgezeichnet. Ihre entwickelte Wetterbox zeigt Regen an und berechnet die Entfernung von Gewittern.

Mia Berger

Nele Berger (11, Nellenburg-Gymnasium Stockach) erhielt einen Sonderpreis im Fachgebiet Technik für ein ferngesteuertes Fahrzeug, das geworfene Tennisbälle selbstständig zurückbringt.

Marlon Mattes (18, HGS) wurde für seinen selbst entwickelten Schulranzen-Packer, der beim Organisieren von Unterrichtsmaterialien hilft, mit einem Sonderpreis (Jahresabonnement der Zeitschrift Make) ausgezeichnet.

Ein weiteres kreatives Projekt präsentierte Till Koehler (12, Hegau-Gymnasium), der einen Plotter als Zeichenautomat entwickelte. Über einen Joystick lässt sich der Stift in x- und y-Richtung steuern, während eine pneumatische Vorrichtung den Zeichenmechanismus antreibt.

Neben den Erfolgen bei Jugend forscht konnte am gleichen Wochenende auch eine Schülergruppe des Friedrich-Wöhler-Gymnasium Singen beim Technik-Wettbewerb STEM Racing in Ingolstadt überzeugen. Das Team entwickelte einen sogenannten STEM-Racer – ein Miniatur-Rennwagen, der mithilfe einer Gaspatrone innerhalb von etwa einer Sekunde eine Strecke von 20 Metern zurücklegt.

Leandro Oguz (16), Niko Großer (17) und Genan Allinger (18) arbeiteten dabei arbeitsteilig: von der Konstruktion eines möglichst leichten, 3D-gedruckten Fahrzeugs über die Entwicklung von Portfolio und Marketingkonzept bis hin zur Optimierung des Startvorgangs. Bei den süddeutschen Meisterschaften in Ingolstadt belegte das Team den 5. Platz von acht Teams und wurde zusätzlich als bestes Newcomer-Team ausgezeichnet.

Die zahlreichen Erfolge unterstreichen die hohe Qualität der MINT-Förderung in der Region. Das Schülerforschungszentrum Singen zeigt einmal mehr, wie wichtig praxisnahes Forschen und eigenständiges Arbeiten für die Entwicklung junger Talente sind – und wie viel Innovationskraft bereits in der nächsten Generation steckt.